Afghanistan – Flüchtlingsschutz nach Machtübernahme der Taliban

Mit Urteil vom 03.09.2021 hat das Verwaltungsgericht Göttingen in einem durch die hiesige Kanzlei erstrittenem Urteil einem Asylbewerber aus Afghanistan die Flüchtlingseigenschaft iSd. § 3 AsylG zuerkannt.

Das Gericht führt dazu aus, dass der Kläger des Verfahrens im Fall einer Rückkehr nach Afghanistan seitens der Taliban einer Gefährdungslage ausgesetzt sein wird.

Der Kläger hatte seine Tätigkeit bei der afghanischen Armee dargelgt und dabei erklärt, dass er wegen seines Berufs in den Fokus der Taliban geraten war.

Nachdem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge den Asylantrag des Klägers noch mit dem Argument abgelehnt hatte, dass dem Kläger eine innerstaatliche Fluchtalternative zur Verfügung stünde, hat das Gericht dies auf Grund der Machtübernahme der Taliban nicht mehr gelten lassen.

Begründet wird dies durch das Gericht damit, dass sich als Folge des Rückzuges der internationalen Truppen aus Afghanistan die Sicherheits- und Menschenrechtslage in großen Teilen Afghanistans rapide verschlechtert hat.

Sollten Sie sich ebenfalls noch in einem laufenden Asylverfahren befinden und sich Fragen, ob und ggf. welche Auswirkungen die aktuelle Entwicklung in Afghanistan auf Ihr Verfahren hat, so berate ich Sie gerne dazu. Auch, wenn Sie nach einem negativem Abschluss Ihres Asylverfahrens über die Stellung eines Asylfolgeantrages nachdenken, können Sie sich gerne bei mir melden.

Für eine Beratung nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf. Gerne werde ich auch im Wege der Beratungs- und Prozesskostenhilfe für Sie tätig.