Kostenübernahme für Schulmaterial durch die Jobcenter

Schüler, die z.B. SGB II beziehen, erhalten über das Bildungs- und Teilhabepaket für Schulmaterial und z.B. Kopierkosten pauschal im August 100,00 € und im Februar 50,00 € gezahlt.

Dass damit der gesamte Schulbedarf nicht zu decken ist, wissen nicht nur die Eltern, sondern erkennen auch immer mehr Gerichte an. So ist z.B ein Jobcenter verpflichtet worden, die Kosten für nicht ausleihbare Schulbücher und Arbeitshefte zu übernehmen.

In den aktuellen Zeiten der Corona-Krise sind viele Schulen geschlossen bzw. ist das Unterrichtsangebot mit der Folge reduziert, dass die Schüler zu Hause lernen müssen. Dabei ist das Internet ein wichtiges Kriterium, um den neuen Schulalltag meistern zu können. Deshalb ist darauf hinzuweisen, dass auch die Kostenübernahme für hochpreisige Geräte (PC oder Tablet) durch die Jobcenter möglich ist, wenn in den Familien keine entsprechende Ausstattung vorhanden ist.

Es ist daher anzuraten, solche Bildungskosten zusätzlich zum Regelbedarf und dem Bildungs- und Teilhabepaket – vor der Anschaffung – formlos bei dem Jobcenter zu beantragen.

Es ist dabei jedoch die Notwendigkeit des Schulbedarfs und der anfallenden Kosten durch die Schule schriftlich nachzuweisen.

Gerne unterstütze ich Sie bei evtl. erforderlichen Widerspruchs- oder Klageverfahren. Diese können, sofern und solange die Voraussetzungen der Beratungs- und Prozesskostenhilfe vorliegen, meist kostenfrei betrieben werden.